Einsatzberichte

Einsatzbericht Puma Tanzania 2017

Täglich kamen neue Patienten vor allem mit frischen oder älteren Knochenbrüchen oder auch infizierten Knochenbrüchen. Besonders schwer getroffen hatte es einen jungen Mann, dem ein gebrochener Oberschenkel in einem auswärtigen Krankenhaus mit einem Marknagel versorgt worden war. Jetzt hatte sich der Markraum schwer entzündet, es waren Fisteln zur Körperoberfläche entstanden und wir mussten den Nagel entfernen, Antibiotikaketten einlegen und alles mittels Fixateur extern stabilisieren.

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Einsatzbericht Goma (Kongo) 2017

... Am 02.07.2017 standen wieder ca. 400 Patienten aus allen Teilen des Nord-Kivu vor dem kleinen CEDIGO-Hospital in Goma, darunter auffällig viele große Gesichts- und Halstumore, meist Burkitt´Lymphome, Ameloblastome und Sarkome, Kröpfe, wenig Verbrennungs-Kontrakturen, und diesmal keine Spalten. Leider hatten wir wenig Einfluß auf die Auswahl der jeweils 20 Patienten, die in den folgenden 8 Op-Tagen immer schon HIV-getestet und umgezogen vor dem Operationssaal saßen.

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Einsatzbericht Madagaskar Dr. Reingruber 2017

... Hier einzusetzen ist auch die Motivation und Ziel der medizinischen Hilfseinsätze. Neben der Beeinflussung individuellen Schicksals, also von Patienten, denen wir durch eine Operation unmittelbar helfen können, versuchen wir auch in der Bevölkerung eine Vorstellung zu erzeugen, was das Menschenrecht auf medizinische Versorgung selbst in den ärmsten Regionen der Welt bedeuten kann. Dazu gehört es auch, mit unseren Leistungen, die ja grundsätzlich kostenlos angeboten werden, nicht die Entwicklung einheimischer medizinischer Strukturen zu untergraben, sondern diese gezielt und in steter subtiler Abstimmung gemeinsam mit den Einrichtungen vor Ort zu gestalten und zu fördern.

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Einsatzbericht Kodaikanal (Indien) 25.03. - 07.04.2017

Es ist unglaublich, mit welchen Schicksalsschlägen die Menschen dort leben müssen. Es wird mit offenem Feuer gekocht, und wie schnell gerät etwas in Brand und verletzt die Menschen in unmittelbarer Nähe: schwerste und äußerst entstellende Verbrennungen an Hals und Gesicht können die Folge sein, die die Patienten teilweise nicht mehr richtig essen und sprechen lassen. Sie sind somit im sozialen Leben ausgegrenzt und ausgeschlossen. Oder Verbrennungen an den Händen, sodass die Patienten nicht mehr arbeiten können, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen oder ihre Familien zu versorgen. Für manche Frauen bedeutet das auch, dass sie nie heiraten werden und damit ihr Leben lang ihrer Familie zur Last fallen - in einer Kultur, in der es noch sehr wichtig ist, als Frau verheiratet zu sein, um versorgt zu sein. Leider gibt es auch die Fälle, in denen es für Frauen der einzige Weg zu sein scheint aus einer schlechten Ehe auszubrechen, sich selbst anzuzünden. Oder in manchen Fällen auch vom Ehemann angezündet zu werden.

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Einsatzbericht Puerto Galera / Philippinen 27.02. - 10.03.2017

Das Screening, zu dem 266 Patienten über die örtliche Gesundheitsbehörde der Stadt angemeldet waren, fand am 27.02. ganztägig statt, parallel hierzu nahm ein Teil des Teams den Op, der seit der letzten Mission 2016 geruht hatte, wieder in Betrieb, desgleichen den Steri, was zu mittleren Problemen in der regionalen Stromversorgung führte.

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Einsatzbericht SKM-Hospital Nepal April 2017 Dr. Eckelt

Wie auch in den letzten Jahren warteten viele Patienten auf uns, so dass unsere OP-Kapazitäten schnell ausgeschöpft waren. Wir konnten während unseres Aufenthaltes wiederum 24 Patienten operieren, wobei sich das Spektrum unserer Tätigkeit wiederum auf Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und Folgeoperationen konzentrierte, aber mit insgesamt 7 Operationen sind auch immer mehr Verbrennungsopfer unsere Patienten.

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Einsatzbericht Peru 2016

Die von uns versorgten Patienten kamen aus dem Gebiet um Huamachuco, der Hauptstadt der Provinz Sánchez Carrión im Departement La Libertad ungefähr 180 km östlich von Trujillo aus den Anden. Ein weiterer großer Anteil reiste weit aus dem Norden Perus aus dem Gebiet Iquitos - Luftlinie bis Lima über 1000 km - an. Die Stadt ist per Straße von der Außenwelt abgeschnitten und nur mit dem Flugzeug oder mit dem Boot über den Amazonas zu erreichen. Man mag sich ausmalen, wie beschwerlich der Anreiseweg für die Familien mit den manchmal noch sehr kleinen Kindern gewesen sein muss. Aber auch Patienten aus Lima selbst und aus der näheren Umgebung konnten durch unsere Kampagne, die von der deutschen Botschaft in Lima mit unterstützt wurde, versorgt werden.

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Einsatzbericht Myanmar 2017

Nach gründlicher Vorbereitung, auch seitens unserer Freunde in Myanmar, konnte das Team direkt nach der langen Anreise über Bangkok und Yangon in Bago Patienten mit Familien untersuchen und die Kinder für die Operationen auswählen. Eine Gruppe von engagierten Volunteers hatte 200 Patienten in einem großen Raum neben der berühmten Shwemawdaw Pagode untergebracht. Nach 5 Stunden Screening waren die meisten Patienten für die einzelnen OP-Tage ausgewählt.

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Einsatzbericht Madagaskar Dr. Vandehult November 2016

Einer unserer ersten Patienten war ein 6 Wochen alter kleiner Junge mit einer massiv ausgeprägten Lippenspalte. Er hatte bereits viel an Gewicht verloren, da er einfach nicht saugen konnte. Die Mutter versuchte ihn teelöffelweise zu füttern, was nicht wirklich erfolgreich war. Angesichts der Tatsache, dass wir eine Kinderanästhesistin im Team haben, der Junge zwar dünn, aber gesund war und sich die Lippe problemlos schließen lassen würde, haben wir beschlossen, den Eingriff durchzuführen. Am nächsten Tag wurde der Säugling operiert und nuckelte bereits zwei Stunden nach der Operation zufrieden an der Nuckelflasche auf dem Schoß der überglücklichen Mutter.

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Einsatzbericht SKM-Hospital Nepal 2016

Sandesh, ein kleveres Bürschchen von fünf Jahren, hat bei einem Starkstromunfall den rechten Arme verloren; leider so weit oben amputiert, dass er niemals eine Prothese tragen wird. Der Schädel ist verletzt und die Brandnarben ziehen sich am Arm entlang über die Flanke bis hinunter zum Fuß. Die Narben haben die Gewohnheit zu schrumpfen. Um das zu verhindern kommt er jeden Tag mit seiner Mama zu uns und wir halten ihn bei den Dehnungen zu dritt fest. Sein Schreien geht mir durchs Herz und ist bis unten auf den Hof zu hören. Manchmal ist es kaum auszuhalten.

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