Einsatzberichte

Orthopädischer Einsatzbericht Chalsa (Indien) vom 5. bis 16. Januar 2019, eine moderne Odyssee

Der diesjährige Einsatzbericht könnte kurz sein, allerdings bedürfen die Umstände dieses Einsatzes einiger Erklärungen.
Schon letztes Jahr, 2018, hatte das Australische Team vergeblich versucht, den langjährigen Einsatz nach Chalsa zu wiederholen, um Kinder mit unbehandelten Klumpfüssen und anderen Behinderungen in der Obhut von Howrah Southpoint (HSP) zu operieren. Einem unserer Anästhesisten war nach einigem hin und her kein Visum genehmigt worden und die geplante Tätigkeit war als illegal eingestuft. Das hatte natürlich Auswirkungen auf die gesamte Planung und hatte zum Abbruch des Einsatzes geführt. Die Flüge mussten verschoben werden und ein neuer Anlauf gestartet werden.….

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Einsatz in Lima (Peru) vom 27.10.2018 bis 12.11.2018

Einsatzbericht zum DownloadEinsatzbericht zum DownloadVom 27.10.2018 bis 12.11.2018 waren wir in Lima (Peru), um Patienten mit Lippen- und Gaumenspalten zu operieren. Ana Maria Preußer, die gemeinsame Organisatorin des Projektes mit Herrn Dr. Erich Theo Merholz und Dr. Dr. Kristian Würzler, hat mich gebeten,  darüber ein paar Worte zu schreiben, was ich gerne zugesagt habe, aber wegen meines chronischen Zeitmangels, leider lange gedauert hat. Worum es bei diesen Einsätzen geht, ist den meisten bereits bekannt. Es ist bereits der 9. Einsatz bei dem hunderte von Patienten aus der Andenregion Huamachuco und Lima, erfolgreich und kostenfrei operiert worden sind. Kein Einsatz ist wie der Andere, immer gleich ist aber die intensive Arbeit, die von verschiedenen Menschen im Vorfeld geleistet wird. Für diese Einsätze wird immer eine Menge Geld benötigt, viel Material und viel Zeit. Ebenso fließt ein großer Teil der Freizeit in die Organisation eines Einsatzes.

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Einsatz in Lviv (Ukraine) vom 18. bis 22. November 2018

Diesmal ein Jubiläum, da es mein 10ter Einsatz in Lemberg war.

Wieder eine Riesen - Sprechstunde gleich nach der Ankunft: 65 Kinder mit Eltern und Geschwistern, die alle bis 23h gesehen, diagnostiziert und durch die Anästhesistin gecheckt werden mußten. Besonders erfreulich war die Zahl der kleinen Patienten, da schon bei früheren Einsätzen operiert worden waren und jetzt zur Nachuntersuchung oder weiteren Operationen kamen. Viele hatten bereits ein Auge wegen der Lidheberschwäche operiert und standen jetzt für das zweite Auge an. Manche kamen auch einfach zur Nachschau, um die Ergebnisse zu demonstrieren. Die Patienten mit den Ohrrekonstruktionen vom Einsatz im Januar/Februar waren wieder da und konnten die nächsten Schritte zur Perfektionierung erhalten.

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Humanitärer Einsatz November 2018 in Benguela (Angola)

Bereits zum 7. Mal fand unter Leitung von Dr. Dr. Thomas Clasen in der letzten Novemberwoche unser Einsatz in Benguela statt. Diesmal wurde er unterstützt von Dr. Rolf Jender, Dr. Charlotte Stehn und Dr. Svenja Wildfeuer, allesamt Anästhesiologen, sowie von Dr. Richard Jäger, Hals-Nasen-Ohrenarzt und Marco LoGrande, Op-Pfleger. Bei der Ankunft in Luanda wurden wir freundlich von Dra. Servelina, Edna und Mauricio – den dortigen Kontaktpartnern der Organisation Kimbo Liombembwa - empfangen. Diese hatten sich im
abgelaufenen Jahr um den Kontakt zu noch unversorgten Kindern mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, die Organisation der notwendigen Laboruntersuchungen und auch des Transportes zum Einsatzort gekümmert.

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Doppeleinsatz in Madhya Pradesh, Indien im November 2018

Von den Mitgliedern der Regensburger Gruppe wurden 2018 in Zusammenarbeit mit den indischen Diözesen Jhabua und Khandwa 2 Operationscamps à 14 Tage durchgeführt. Nachdem das Probe-Camp im Jeevan Jyoti Hospital in Meghnagar (Diözese. Jhabua) 2017 so vielversprechend verlaufen war, starteten wir hier unseren ersten Einsatz vom 3.11. - 17.11.2018.
Der Anfang gestaltete sich wegen des im November stattfindenden und auch von den Patienten ausgiebig gefeierten Diwalifestes zunächst etwas zögerlich. Deshalb war es auch nicht ganz so tragisch, dass unsere Plastische Chirurgin, Vanilla Nguyen erst 2 Tage später zum Team stoßen konnte. Die Orthopädie vertrat Franz Müller. Thea Urthaler und Marita Wallmann kümmerten sich um die Anästhesien, so dass Barbara Dünzl weitgehend für organisatorischeAufgaben und die Vorbereitung bzw. die postoperative Überwachung der Patienten im Aufwachraum freigestellt werden konnte.

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Einsatzbericht Nepal (Kathmandu, Oktober-November 2018)

Mein 40. Einsatz in 19 Jahren führte mich nach der Kontrolle des Equipments und der transportablen Behandlungseinheit zum 9. Mal an die indische Grenze , angefordert als SKM- Dentalcamp von der Schweizer Organisation „Ganesha“. Die Präsidentin Madame Josiane leitet 2 Schulen und einen Gesundheitsstützpunkt. Es werden hier 618 Schulkinder und 11 umliegende Dörfer u.a. medizinisch betreut.

In dem einwöchigen Zeitraum wurden bei den Schulkindern nur 11 Zahnentfernungen durchgeführt und 158 vorbeugende Fisurenversieglungen als Kariesschutz der bleibenden 6-Jahrmolaren. Dieses freudige Ereignis rührt aus der exakten jährlichen Mundhygiene- Instruktion mit Ausgabe von Zahnbürsten und dem Üben der Putztechnik organisiert durch „Ganesha“ und den „Dental Check“ mit anschließender notwendiger Behandlung von uns.

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Einsatzbericht Madagaskar (November 2018)

„Es stört ein bisschen beim Reispflanzen ...“, als wir den älteren Herren ungläubig anschauen, fügt er schüchtern hinzu „und beim Reisernten auch.“

Die Szene spielte sich ab in einem Krankenhaus in Antanarivo , der Hauptstadt Madagaskars ab. „Es“ bezog sich auf eine kindskopfgroße Schwellung am rechten Oberarm, die langsam und stetig, seit mindestens 30 Jahren zu beachtlicher Größe herangewachsen war und sicherlich nicht nur beim Reispflanzen und -ernten hinderlich war. Der Mann war weit über 50, (wobei weder er noch sein Sohn das so genau wussten) dünn, barfuß und in Fetzen gekleidet. Der Tumor hing wie eine überdimensionierte Christbaumkugel am Oberarm und sollte „bitte, bitte entfernt werden.“ Da er seit dem Vortag, wegen Geldmangels, nichts gegessen hatte, und somit nüchtern war, haben wir ihn in das eh schon überfüllte OP-Programm genommen und den Tumor in einer einstündigen Operation entfernt. Als er aus der Narkose erwachte, fasste er vorsichtig an seinen rechten Oberarm und strahlte über das ganze Gesicht.

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Einsatz in Maria Auxiliadora (Paraguay) vom 07. bis 15. Juli 2018

Seit dem Jahr 2001 habe ich gemeinsam mit Dr. Enrique Duerksen, seiner Frau und Kinderärztin Gloria sowie weiteren Kollegen jährliche Einsätze in verschiedenen Krankenhäusern und Regionen Paraguays vorgenommen. Die Einsätze wurden sowohl von pro-interplast Seligenstadt als auch von der Sektion Bad Kreuznach von Interplast Germany unterstützt.

Diesmal hatten sich viele einheimische Institutionen und Politiker engagiert, um ein großes Team aus Plastischen Chirurgen, Anästhesisten, Kinderärzten, Sozialarbeitern, Kankenschwestern und vielen freiwilligen Helfern aus der Bevölkerung zusammenzubringen. Im zwar sehr veralteten, aber gut organisierten Krankenhaus von Maria Auxiliadora konnten in dem relativ kurzen Zeitraum über 200 Patienten behandelt werden. Uns standen dafür 4 OP Räume und 3 Krankenstationen zur Verfügung.

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Einsatzbericht Goma (Kongo) 2018

Wieder standen am 1. Sonntag alle 400 Patienten im Vorgarten des Hospitals, diesmal mit einem auffallend großem Anteil an grotesken Kopf- und Hals-Tumoren. Da es in der Provinz Kivu-Nord keine chirurgische Versorgung gibt, wachsen gut- und bösartige Tumore in´s Uferlose.

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Kurzbericht SKM-Hospital Nepal (April 2018)

Am 19.4.2018 sind Prof. Dr. Dr. Uwe Eckelt und ich im SKM-Hospital angekommen. Der Empfang war wie immer sehr herzlich. Am Folgetag visitierten wir die Patienten, die wieder sehr vorausschauend von Mamata einbestellt worden waren.

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Einsatzbericht Garoua Boulai (Kamerun) Februar 2018

... Allerdings hat sich auch das Krankheitsspektrum wesentlich verschoben. Zum Beispiel hat sich die Zahl an HIV-positiven Patienten vervielfacht. Und noch ein anderes Krankheitsbild tritt in ungewohnter Häufigkeit auf: ausgedehnte große gutartige Geschwulste der Schilddrüse, der sogenannte Kropf. Die Ursache der Erkrankung liegt zumeist in der mangelhaften Versorgung mit Jod. Dieses Krankheitsbild war auch schon früher in der Region bekannt, aber nie in diesem Ausmaß. Die Patienten tolerieren das Anschwellen des Halses für erstaunlich lange Zeit und suchen erst den Arzt auf, wenn der Kropf die Atmung oder die Nahrungsaufnahme beeinträchtigt. Dann ist es für eine medikamentöse Behandlung zu jedoch spät, es hilft nur noch die chirurgische Entfernung der Geschwulst. Dieser Eingriff ist bei der enormen Größe der hier vorgefundenen Tumoren nicht einfach und mit hohen Risiken verbunden.

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Einsatzbericht Kodaikanal (Indien) 08.03. - 25.03.2018

... Es ist ergreifend zu sehen, wie Patienten, bei denen der Hals an die Brust gewachsen war, nach einer OP wieder Kopf von Brustkorb getrennt bewegen können. Es gibt keine Worte für das Gefühl, das einen überkommt, wenn man die überfüllten Stationsräume betritt: hier halten sich die Patienten unter einfachsten Bedingungen mit ihren jeweiligen Angehörigen auf, die teils sogar unter den Patienten-betten schlafen. Trotzdem umgibt eine Heiterkeit, Farbenfreude und Lebendigkeit die Szenerie. Es gibt keine Worte für die Bindung, die zwischen Menschen aus so verschiedenen Kulturen trotz äußerst eingeschränkter sprachlicher Möglichkeiten entsteht.

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Einsatzbericht Puerto Galera / Philippinen 04.03. - 18.03.2018

...Nach einiger Aufregung im Vorfeld, von geänderten Zulassungsbedingungen für humanitäre Missionen, erschwerte Erlangung der nötigen Arbeitserlaubnisse und zwischenzeitlich nicht mehr auffindbaren Boxen mit Teilen der Ausrüstung stand das Team am 04.03.2018 müde, aber erwartungsvoll in Manila. 

... Das Spektrum war wie in den letzten Jahren sehr vielfältig, von plastischer und Spaltchirurgie über MKG-chirurgische und zahnärztliche Eingriffe zur Allgemeinchirurgie mit riesigen Schilddrüsen und Hernien, Kinderchirurgie und Grenzgebieten zur Urologie und Gynäkologie. 

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Einsatz Tansania (2018)

Ich konnte nach fünfjähriger Pause wieder vom 21. Februar bis 7. März 2018 am CCBRT tätig sein, um mit Dr. Lusijisyo Mwakalukwa, Dr. Fulvio Francesschi, Dr. Prosper Alute und Dr. P. Ickler Konsultationen in der Sprechstunde zu halten und operative Eingriffe vorzunehmen.

Wir konnten insbesondere wiederum bei zwei Kleinkindern offene Hüftgelenkrepositionen bei angeborener Hüftgelenkluxation vornehmen, bei denen ich assistierte. Nach den ersten Instruktionsoperationen durch mich im Jahr 2012, hatte ich 2013 offene Repositionen assistiert.

 

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Einsatzbericht Madagaskar Dr. Reingruber 2018

... Ziel des Einsatzes war wie im Vorjahr die plastisch-chirurgische Versorgung von Gesichtsspalten und der Folgen von Verbrennungen und Verätzungen, die plastische und funktions-wiederherstellende Chirurgie nach Unfällen, wie auch die kinderchirurgische Versorgung von Hernien und angeborenen Fehlbildungen.

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Einsatz in Lviv (Ukraine) vom 31.1.2018 bis 5.2.2018

Dies war schon der 9. humanitäre Einsatz, der mich in das Städtische Krankenhaus Nr. 8 der Stadt Lemberg in der Westukraine führte. Wie schon seit dem ersten Einsatz im Jahr 2012 hatten Dr. Wasiliy Savchin und weitere Kollegen aus der Westukraine viele kleine Patienten ausgewählt, so dass direkt nach der Ankunft erst einmal Sprechstunde für 85 Kinder mit ihren Familien bis abends um 22h stattfand. Wir konnten zusammen mit den ukrainischen Narkoseärztinnen und mit Hilfe von engagierten Augenärztinnen wieder über 30 Patienten für die folgenden OP-Tage einplanen. Wie immer bei den Einsätzen in Lviv waren vorwiegend Kinder mit angeborenen Sehstörungen durch fehlende Lidöffnung gekommen

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Einsatzbericht Chalsa/Jalpaiguri/Westbengalen 2017

Neben dem chirurgischen Hauptaspekt begegnen uns auch immer wieder alltägliche pädiatrische Probleme. So wurde uns dieses Jahr Asbeen erstmalig vorgestellt, ein 6 Wochen alter, vermutlich einige Wochen zu früh geborener Säugling mit beidseitiger kompletter Spalte. Bei der Geburt wog er gerade mal 2000 g. Nach 4 Tagen in der Klinik wurde er mit 1800 g entlassen. Die Mutter hatte sehr wenig Muttermilch, so wurde der Säugling teilweise mit Säuglingsnahrung, aber hauptsächlich mit Kuhmilch gefüttert. Bei der Vorstellung zeigte sich Asbeen dehydriert, mit eingefallener Fontanelle und deutlich reduzierter Spannung der Haut („stehende Hautfalten“). Eine OP war schon aufgrund des Alters, aber umso mehr aufgrund des schlechten Zustands des Säuglings nicht möglich.Wir überredeten jedoch die Eltern, einige Zeit im Camp zu bleiben. In dieser Zeit erfolgte eine Aufklärung der Eltern über eine altersgerechte Ernährung von Säuglingen im ersten Lebensjahr (Kuhmilch ist im 1. Lebensjahr als reine Trinknahrung wegen zu hohem Protein- und Mineralstoffgehalt nicht geeignet), in der Zubereitung von Säuglingsmilch sowie der korrekten Füttertechnik bei Kindern mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte. Erfreulicherweise lernte die Mutter dies alles sehr rasch, so konnte Asbeen nach 3 Tagen in gutem Allgemeinzustand und mittlerweile mit einem Gewicht von 2500g entlassen werden. Sicherheitshalber wird das Team des lokalen „Health-Care-Centers“ ein Auge auf Asbeen haben und ihn einmal wöchentlich zur Gewichtskontrolle besuchen. Wir sind sehr gespannt wie er sich über das Jahr entwickelt und hoffen ihn nächstes Jahr in unseren OP Plan aufnehmen zu können.

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Einsatzbericht Indien Dr. Dünzl 2017

Auch in diesem Jahr wurden im Screening ca. 200 Patienten gesehen, von denen 64 zur
Operation ausgewählt werden konnten. Besonders bei den orthopädischen Patienten
waren häufig doppelseitige Eingrifffe erforderlich, viele Patienten erhielten anschließend
individuelle Schienen angepasst, weitere 12 Patienten wurden ausschließlich mit Orthesen
versorgt. Besonders beeindruckt waren alle, als der Junge Mohit mit seinen neuen
Schienen erstmals auf eigenen Beinen vorsichtige Schritte versuchte...

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