Einsatzberichte

Bericht über die individuelle Unterstützung eines Patienten in Zimbabwe durch „pro interplast“ und die „Mascheski-Foundation“ von 2012 bis 2020

Neben meinen plastisch-chirurgischen Einsätzen mit Dr. Gruhl und später mit Dr. Höhne in Kodaikanal/Indien beriet ich in den Jahren 2010 bis 2012 dreißig katholische Krankenhäuser in Simbabwe. Auf einer dieser Consultancies lernte ich in einem katholischen Altenheim für Missionsschwestern in Harare die jetzt 95-jährige Sr. Aloysia kennen.
Sie stellte mir 2012 ihr Sorgenkind, den damals 10-jährigen Nation Furuwezi vor. Der Junge war beim Spielen in seinem Dorf gestürzt und hatte sich einen offenen Unterschenkelbruch zugezogen. Nach einer endlosen Odyssee durch verschiedene staatliche Krankenhäuser hatte dann die Arbeitgeberin des Vaters, eine Frau Flaxmann den hochfieberhaften Jungen mit einer floriden, eiternden Knochenmarks-Entzündung nach Harare geholt und ihn auf ihre Kosten versorgen lassen. Ich lernte den Jungen mit einer zwar ausgeheilten Osteomyelitis, aber mit einer Pseudarthrose (Schein-Gelenk) ca. 10 cm unter dem Kniegelenk kennen. Er war mit einer lokal hergestellten Orthese (Prothese) versorgt und konnte sich nur an 2 Unterarm-Gehstützen schlenkernd bewegen. Ich sollte eine Beurteilung abgeben, welche operativen Heilungsmöglichkeiten noch bestanden und welche Kosten dafür wohl anfallen würden

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Einsatzbericht Puerto Galera (Philippinen) vom 24.02. bis 06.03 2020

Screening der Patienten an Tag 1 - insgesamt wurden über 230 Patienten untersucht
❖ Diagnose, Analyse der Handlungsoptionen durch die Operateure, hinzuziehen von Anästhesisten zur Planung größerer OPs
❖ Bestimmung der notwendigen Operationen und deren Dauer
❖ Grobe Einplanung der Operationen; verteilt auf Einsatztage, Operationsdauer und Kapazität der jew. Operateure sowie Anforderungen an die Nachsorge
❖ Stationäre Versorgung durch das Krankenhaus Puerto Galera, Täglich 2x Visite durch das Mission-Team
❖ Tägliche Detailplanung der OPs für den nächsten Tag ausgerichtet am Alter der Patienten, Dauer der Nachsorge im Aufwachraum und ggf. der stationären Nachsorge sowie Anforderungen an die Anästhesie

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Einsatzbericht Madagaskar vom 13.02. bis 28.02.2020

Patienten und Team wohlauf: Was im einheimischen Medizinbetrieb eigentlich selbstverständlich ist, grenzt bei unseren Einsätzen in einem der ärmsten Länder der Erde immer wieder an ein Wunder.
Zahlreiche Unwägbarkeiten begleiteten uns auch in diesem Jahr bis zuletzt. Was wäre, wenn der Einsatz für das gesamte Team in der Corona-Quarantäne geendet hätte?

Ein vorrangiges Ziel unseres Einsatzes war es, erstmals neben der Kinderchirurgie auch die Kinderorthopädie anzubieten. Diesen Bedarf hatten wir in der Vergangenheit erkannt, als uns bei den örtlichen Sichtungen stets auch eine Vielzahl gehbehinderter Kinder, zumeist mit Klumpfüßen, vorgestellt wurden.

Die Resonanz war überwältigend. Die komplexen Fehlbildungen konnten von Dr. Raphael Hofbauer und seinem Techniker Klaus Thiering, beide mit großer Einsatzerfahrung andernorts, souverän gemeistert werden. Nicht nur die Eingriffe selbst und die unmittelbare Nachbehandlung, auch die längerfristige Orthesen-Versorgung und Nachsorge wurden sichergestellt; in personeller Hinsicht durch die Einweisung des einheimischen Chirurgen vor Ort, finanziell durch die großzügigen Spenden, die über unsere Teamkollegin Dr. Hanieh Erdmann eingeworben werden konnten.

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Einsatzbericht Tanzania vom 26.12.2019 bis 17.01.2020

Seit 2001 bin ich regelmäßig am CCBRT tätig gewesen. Nach längerer Pause aufgrund persönlicher finanzieller Engpässe nach meinem Einsatz 2013 konnte ich durch die Unterstützung von Interplast 2018 und jetzt wieder über Neujahr 2020 mit den lokalen Ärzten, insbesondere Herrn Dr. Luijisyo Mwakalukwa tätig sein.
Die finanzielle Situation des Spitals ist im Lauf der letzten Jahre schwieriger geworden, nachdem sich der ursprüngliche Sponsor CBM weitgehend zurückgezogen hat und die staatliche Bezahlung von Gesundheitskosten für Kinder bis 4 Jahren gestoppt wurde. Auch sehe ich keine Verbesserung der Gesamtsituation im Land.

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Einsatzbericht Aligarh (Indien) vom 21. November bis 7. Dezember 2019

Retrospektiv war die Vorbereitung auf den Einsatz in Indien eine Erfahrung, welche einen eigenen Beitrag verdient. Die indischen Behörden und Ansprechpartner vor Ort trennen die Spreu vom Weizen durch den steinigen Weg mit unzähligen Behördenanträgen für unsere Medical und Dental Council Registrations. Die Formulare werden gedruckt, ausgefüllt, gescannt, abgeschickt und dann begann das Warten. 2 Wochen. 6 Wochen. Die Formulare müssen erneut bearbeitet werden - das Spiel mit der Zeit vor dem näher rückenden Einsatz treibt den Adrenalinspiegel in die Höhe, denn: ohne Permission konnte laut Aussagen der Aligarh Muslim University (AMU) kein Einsatz erfolgen. Erst 6 Tage vor Abflug hielten wir unsere offizielle Genehmigung in unseren Händen und durch die Endorphine der Vorfreude packten sich unsere Koffer mit den riesigen Bergen an Verbands- und Nahtmaterialien, Medikamenten, Anästhesieequipment und chirurgischen Instrumenten fast wie von selbst.

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Einsatzbericht Hospital Geral de Benguela (Angola) November 2019

Mein Name ist Carina Mertes und ich würde Euch gerne von meinem kleinen Abenteuer erzählen, dass ich im November 2019 im Hospital Geral de Benguela in Angola erlebt habe. Dieser medizinische Einsatz wiederholt sich für die anderen Teammitglieder schon zum 8. Mal, um angolanischen Kindern mit einer Gesichtsfehlbildung zu helfen. Für die Kinder bedeutet es, dass sie die Chance für ein menschenwürdigeres soziales Leben mit einer Sorge weniger bekommen. Bei uns in Deutschland ist die Versorgung und Behandlung von Lippen-Kiefer-Gaumenspalten völlig normal. Innerhalb von einer Woche 46 kleine und große Patienten zu untersuchen, zu behandeln und zu operieren ist nur in einem Team möglich. Das Team ist bunt gemischt und besteht aus Fachärzten für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (Dr. Dr. Thomas Clasen, PD Dr. Christian Brandtner), Anästhesie (Dr. Rolf Jender, Dr. Charlotte Stehn), Hals- Nasen-Ohren Heilkunde (Dr. Richard Jäger) sowie einem OP-Pfleger (Marco Lo Grande) und mir.
Wie jedes Jahr werden wir durch Kimbo Liombembwa tatkräftig unterstützt. Leider verstarb unsere sehr geschätzte Chefkrankenschwester Marcella im letzten Jahr ganz plötzlich.

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Einsatzbericht Dr. Keller über ihren 45. zahnärztlichen Arbeitseinsatz in Nepal vom 21.10.2019 bis 10.11.2019

Vom 21.10. bis zum 25.10. 19 führte ich für das Sushma Koirala Memorial Hospital (SKMH) im Umkreis von Kathmandu Untersuchungen in verschiedenen Einrichtungen durch. Vom Direktor der Einrichtung für hirngeschädigte Kinder und Jugendliche wurde ein Treffen mit den Verantwortlichen und ein Besuch im SKMH gewünscht, um unsere seit 8 Jahren währende Zusammenarbeit weiter auszubauen. Die behandlungsbedürftigen behinderten Patienten werden ja nach Notwendigkeit in Narkose von mir behandelt. Die 2. Woche führte mich eine Tagesreise entfernt ins Amppipal Hospital/Gorkha, in welches Interplast mich vor 18 Jahren zur Behandlung entsandte und mich zum Aufbau einer Zahnstation motivierte.

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