Einsatzberichte

Projektbericht und Anfrage aus Indien

In der letzten Woche habe ich mich erschrocken, als ich bei einem Patienten eine gefährliche Form der Malaria (die tropische Malaria) diagnostizieren musste. Zwar ging es dem Patienten nicht schlecht – er kam wegen nachlassendem Appetit (!) in die Sprechstunde, das Fieber erwähnte der nur nebenbei. Aber diese Form der Malaria fűhrt leider häufig schlieβlich zu schweren Zuständen und oft letztlich dann auch zum Tod der davon Betroffenen. Das hat mich noch einmal daran erinnert, dass, obwohl sich hier alles auf die Corona-Epidemie konzentriert, die anderen Epidemien deswegen nicht still halten. Auch die von Moskitos űbertragenen Krankheiten, ähnlich auch Dengue, fordern ihre Opfer wie sonst auch um diese Jahreszeit. Deswegen möchte ich prointerplast noch einmal um 1.000 Moskitonetz bitten. Die bisher erhaltenen Netze wurden alle ausgegeben.

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Einsatz Kamerun - Ngaoundéré, Oktober 2020

Das Jahr hatte so gut angefangen... nach einer kurzen Pause über Weihnachten und Neujahr hatten wir am 13. Januar unsere Arbeit in Kamerun wieder aufgenommen. Die Patienten haben uns schon erwartet und wir konnten bald mit der Arbeit beginnen. Unser kamerunisches Team vor Ort hatte bereits eine Menge Vorarbeit geleistet. Mme Veronique, unsere neue Sekretärin, hatte für die zu operierenden Patienten bereits die Termine abgesprochen und finanzielle wie auch organisatorische Fragen geklärt. Unser OP- Pfleger Daniel hatte alle Instrumente frisch sterilisiert und bereits Handschuhe, Kompressen usw. bestellt, sodass wir ohne Verzug mit der Arbeit beginnen konnten. Die Ausbildung unseres Personals hat sich also tatsächlich ausgezahlt.

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Projektbericht und Anfrage aus Indien

Ich grüße Sie herzlich aus Howrah, wo alles öffentliche Leben weiterhin von der Coronavirus-Epidemie bestimmt wird. Die Politiker haben sich darauf geeinigt, dass an ein oder zwei Werktagen in der Woche eine komplette Ausgangssperre herrscht, während an den anderen Tagen das Leben seinen normalen Gang gehen kann, wobei alle gehalten sind Masken zu tragen. Dieses Konzept ist eine Art von Kompromiss. Die armen Leute müssen auch mal arbeiten können, um nicht sozial abzurutschen. Leider trägt nur ein Teil der Menschen, die man auf der Straße sieht, eine Maske, und die Leute stehen dicht in Warteschlangen, auch vor unseren Ambulanzen. Die Leute stehen dicht aneinandergedrängt, weil sie Angst haben, jemand könne sich vorpfuschen. Dieses Gedränge ist riskant bezüglich einer Ausbreitung des Coronavirus. Die Leute lassen sich aber nur schwer dazu motivieren, Abstand voneinander zu halten.

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Einsatzbericht Chittapur (Indien) vom 14. bis 23. Febuar 2020

Mit einem kleinen Team aus Deutschland flogen wir kurz vor dem Lockdown und der Sperrung des internationalen Flugverkehrs noch einmal in die indische Kleinstadt Chittapur, im Norden des Bundesstaates Karnataka, die uns inzwischen schon sehr vertraut ist. Wir, das waren diesmal Dr. Michael Ohm (Hamburg) als Leiter der Delegation und des Projektes Kinderhilfe Chittapur e.V., die Operateure Dr. Uta Knape (Ludwigshafen) und Prof. Dr. Götz Ehmann und für die Anästhesie Dr. Moritz Hagedorn und Ernst Krefft (Letztere alle aus Hamburg).
Das Projekt Kinderhilfe Chittapur, welches ursprünglich als spendenbasiertes Projekt zur Unterstützung von Kindern beim Schulbesuch oder in der Ausbildung startete, wurde dieses Jahr 25 Jahre alt. Ein Anlass für den katholischen Nonnenorden Jyothi Seva Kendra, Partner der Kinderhilfe vor Ort, die angeschlossene Schule und das Mädchen-Internat eine große Feier zu veranstalten. Neben Ansprachen und Gastgeschenken für uns deutsche Teammitglieder beeindruckten die Kinder und Jugendlichen vor allem durch die Darbietung verschiedener traditioneller und moderner Tänze im Bollywood-Stil.

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Projektbericht und Anfrage aus Indien

In langjähriger Zusammenarbeit mit Dr. Tobias Vogt, vor Ort in Indien, erhalten wir regelmäßig Bericht über die Arbeit vor Ort.

Besonders in diesen schweren Zeiten sind die Patrienten auf finanzielle Hilfe angewiesen. Der Bericht von Dr. Vogt macht wieder einmal mehr als deutlich, wie wichtig unsere Unterstützung für die Ausübung seiner Arbeit ist

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Einsatzbericht Myanmar Februar 2020

„Nicht der ist reich der viel hat, sondern der, der viel gibt.“
Erich Fromm, Psychoanalytiker (1900 – 1980)

Jeder humanitäre Einsatz ist eine Herausforderung für das Team und seine Gastgeber im Zielland, meine 17. plastisch-chirurgische Mission in Myanmar verlief jedoch schon bei den Vorbereitungen ganz ungewöhnlich. Zunächst hatte das General Hospital von Bago das pro interplast Team zu einer erneuten plastisch- chirurgischen Woche eingeladen, das unter meiner Leitung schon in den Jahren 2017 und 2019 erfolgreiche Einsätze dort hatte. Dank der Aktivitäten von Dr. Thiha Aung und seiner ebenfalls burmesischen Frau waren schon ca. 60 Patienten auf einer Warteliste für dringende Operationen. Der Einsatz sollte am 8.Februar beginnen Anfang Januar schien es plötzlich Probleme mit der Arbeitserlaubnis für das Team zu geben. Diese muss vom Gesundheitsministerium von Myanmar ausgestellt werden, was jeweils mehrere Wochen dauert. Die Nachricht traf uns unerwartet, da nach der Einladung vom Hospital schon Hotel und Flugtickets für das 7-köpfige Team gebucht waren. Letztlich stellte sich heraus, dass der wichtigste Sponsor, ein erfolgreicher Geschäftsmann in Bago, bei einem Attentat ums Leben gekommen war.

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Einsatzbericht Madagaskar September-Oktober 2019 und März 2020

Nach ein paar Jahren der Abstinenz von Afrika habe ich Anfang 2019 beschlossen, wieder mit einem Team loszuziehen und für 14 Tage in Tulear/ Madagaskar humanitär zu operieren.

Die Vorbereitungen waren etwas zeitintensiver als die letzten Jahre, da ich mich in diesem Jahr hauptverantwortlich um die Zusammenstellung des Teams, die Organisation und die Materialspenden gekümmert habe. Ende September war es dann so weit, dass wir wieder mit 2 Teams in das Land des Pfeffers aufbrachen. Das eine Team kam aus Österreich (smile4) unter Federführung von Dr. Ingo Plötzeneder, einem alten Freund und Kollegen von mir, und das andere Team bestand zum Großteil aus Kolleginnen und Kollegen aus dem Rhein-Main-Gebiet.

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Bericht über die individuelle Unterstützung eines Patienten in Zimbabwe durch „pro interplast“ und die „Mascheski-Foundation“ von 2012 bis 2020

Neben meinen plastisch-chirurgischen Einsätzen mit Dr. Gruhl und später mit Dr. Höhne in Kodaikanal/Indien beriet ich in den Jahren 2010 bis 2012 dreißig katholische Krankenhäuser in Simbabwe. Auf einer dieser Consultancies lernte ich in einem katholischen Altenheim für Missionsschwestern in Harare die jetzt 95-jährige Sr. Aloysia kennen.
Sie stellte mir 2012 ihr Sorgenkind, den damals 10-jährigen Nation Furuwezi vor. Der Junge war beim Spielen in seinem Dorf gestürzt und hatte sich einen offenen Unterschenkelbruch zugezogen. Nach einer endlosen Odyssee durch verschiedene staatliche Krankenhäuser hatte dann die Arbeitgeberin des Vaters, eine Frau Flaxmann den hochfieberhaften Jungen mit einer floriden, eiternden Knochenmarks-Entzündung nach Harare geholt und ihn auf ihre Kosten versorgen lassen. Ich lernte den Jungen mit einer zwar ausgeheilten Osteomyelitis, aber mit einer Pseudarthrose (Schein-Gelenk) ca. 10 cm unter dem Kniegelenk kennen. Er war mit einer lokal hergestellten Orthese (Prothese) versorgt und konnte sich nur an 2 Unterarm-Gehstützen schlenkernd bewegen. Ich sollte eine Beurteilung abgeben, welche operativen Heilungsmöglichkeiten noch bestanden und welche Kosten dafür wohl anfallen würden

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Einsatzbericht Puerto Galera (Philippinen) vom 24.02. bis 06.03 2020

Screening der Patienten an Tag 1 - insgesamt wurden über 230 Patienten untersucht
❖ Diagnose, Analyse der Handlungsoptionen durch die Operateure, hinzuziehen von Anästhesisten zur Planung größerer OPs
❖ Bestimmung der notwendigen Operationen und deren Dauer
❖ Grobe Einplanung der Operationen; verteilt auf Einsatztage, Operationsdauer und Kapazität der jew. Operateure sowie Anforderungen an die Nachsorge
❖ Stationäre Versorgung durch das Krankenhaus Puerto Galera, Täglich 2x Visite durch das Mission-Team
❖ Tägliche Detailplanung der OPs für den nächsten Tag ausgerichtet am Alter der Patienten, Dauer der Nachsorge im Aufwachraum und ggf. der stationären Nachsorge sowie Anforderungen an die Anästhesie

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Einsatzbericht Madagaskar vom 13.02. bis 28.02.2020

Patienten und Team wohlauf: Was im einheimischen Medizinbetrieb eigentlich selbstverständlich ist, grenzt bei unseren Einsätzen in einem der ärmsten Länder der Erde immer wieder an ein Wunder.
Zahlreiche Unwägbarkeiten begleiteten uns auch in diesem Jahr bis zuletzt. Was wäre, wenn der Einsatz für das gesamte Team in der Corona-Quarantäne geendet hätte?

Ein vorrangiges Ziel unseres Einsatzes war es, erstmals neben der Kinderchirurgie auch die Kinderorthopädie anzubieten. Diesen Bedarf hatten wir in der Vergangenheit erkannt, als uns bei den örtlichen Sichtungen stets auch eine Vielzahl gehbehinderter Kinder, zumeist mit Klumpfüßen, vorgestellt wurden.

Die Resonanz war überwältigend. Die komplexen Fehlbildungen konnten von Dr. Raphael Hofbauer und seinem Techniker Klaus Thiering, beide mit großer Einsatzerfahrung andernorts, souverän gemeistert werden. Nicht nur die Eingriffe selbst und die unmittelbare Nachbehandlung, auch die längerfristige Orthesen-Versorgung und Nachsorge wurden sichergestellt; in personeller Hinsicht durch die Einweisung des einheimischen Chirurgen vor Ort, finanziell durch die großzügigen Spenden, die über unsere Teamkollegin Dr. Hanieh Erdmann eingeworben werden konnten.

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Einsatzbericht Tanzania vom 26.12.2019 bis 17.01.2020

Seit 2001 bin ich regelmäßig am CCBRT tätig gewesen. Nach längerer Pause aufgrund persönlicher finanzieller Engpässe nach meinem Einsatz 2013 konnte ich durch die Unterstützung von Interplast 2018 und jetzt wieder über Neujahr 2020 mit den lokalen Ärzten, insbesondere Herrn Dr. Luijisyo Mwakalukwa tätig sein.
Die finanzielle Situation des Spitals ist im Lauf der letzten Jahre schwieriger geworden, nachdem sich der ursprüngliche Sponsor CBM weitgehend zurückgezogen hat und die staatliche Bezahlung von Gesundheitskosten für Kinder bis 4 Jahren gestoppt wurde. Auch sehe ich keine Verbesserung der Gesamtsituation im Land.

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Einsatzbericht Aligarh (Indien) vom 21. November bis 7. Dezember 2019

Retrospektiv war die Vorbereitung auf den Einsatz in Indien eine Erfahrung, welche einen eigenen Beitrag verdient. Die indischen Behörden und Ansprechpartner vor Ort trennen die Spreu vom Weizen durch den steinigen Weg mit unzähligen Behördenanträgen für unsere Medical und Dental Council Registrations. Die Formulare werden gedruckt, ausgefüllt, gescannt, abgeschickt und dann begann das Warten. 2 Wochen. 6 Wochen. Die Formulare müssen erneut bearbeitet werden - das Spiel mit der Zeit vor dem näher rückenden Einsatz treibt den Adrenalinspiegel in die Höhe, denn: ohne Permission konnte laut Aussagen der Aligarh Muslim University (AMU) kein Einsatz erfolgen. Erst 6 Tage vor Abflug hielten wir unsere offizielle Genehmigung in unseren Händen und durch die Endorphine der Vorfreude packten sich unsere Koffer mit den riesigen Bergen an Verbands- und Nahtmaterialien, Medikamenten, Anästhesieequipment und chirurgischen Instrumenten fast wie von selbst.

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Einsatzbericht Hospital Geral de Benguela (Angola) November 2019

Mein Name ist Carina Mertes und ich würde Euch gerne von meinem kleinen Abenteuer erzählen, dass ich im November 2019 im Hospital Geral de Benguela in Angola erlebt habe. Dieser medizinische Einsatz wiederholt sich für die anderen Teammitglieder schon zum 8. Mal, um angolanischen Kindern mit einer Gesichtsfehlbildung zu helfen. Für die Kinder bedeutet es, dass sie die Chance für ein menschenwürdigeres soziales Leben mit einer Sorge weniger bekommen. Bei uns in Deutschland ist die Versorgung und Behandlung von Lippen-Kiefer-Gaumenspalten völlig normal. Innerhalb von einer Woche 46 kleine und große Patienten zu untersuchen, zu behandeln und zu operieren ist nur in einem Team möglich. Das Team ist bunt gemischt und besteht aus Fachärzten für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (Dr. Dr. Thomas Clasen, PD Dr. Christian Brandtner), Anästhesie (Dr. Rolf Jender, Dr. Charlotte Stehn), Hals- Nasen-Ohren Heilkunde (Dr. Richard Jäger) sowie einem OP-Pfleger (Marco Lo Grande) und mir.
Wie jedes Jahr werden wir durch Kimbo Liombembwa tatkräftig unterstützt. Leider verstarb unsere sehr geschätzte Chefkrankenschwester Marcella im letzten Jahr ganz plötzlich.

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Einsatzbericht Dr. Keller über ihren 45. zahnärztlichen Arbeitseinsatz in Nepal vom 21.10.2019 bis 10.11.2019

Vom 21.10. bis zum 25.10. 19 führte ich für das Sushma Koirala Memorial Hospital (SKMH) im Umkreis von Kathmandu Untersuchungen in verschiedenen Einrichtungen durch. Vom Direktor der Einrichtung für hirngeschädigte Kinder und Jugendliche wurde ein Treffen mit den Verantwortlichen und ein Besuch im SKMH gewünscht, um unsere seit 8 Jahren währende Zusammenarbeit weiter auszubauen. Die behandlungsbedürftigen behinderten Patienten werden ja nach Notwendigkeit in Narkose von mir behandelt. Die 2. Woche führte mich eine Tagesreise entfernt ins Amppipal Hospital/Gorkha, in welches Interplast mich vor 18 Jahren zur Behandlung entsandte und mich zum Aufbau einer Zahnstation motivierte.

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