Einsatzberichte

Projektbericht Indien Kalkutta - 30.05.2026

Liebes pro interplast Team, 

ich melde mich wieder einmal mit einem Bittbrief für vier Patienten an pro interplast. Wie so oft wird mein Bittbrief ganz von der Krankheit Tuberkulose dominiert.

Zunächst aber zu den Patienten des letzten Bittbriefes:

Drei der im letzten Bittbrief vorgestellten Patienten sind erfolgreich operiert worden. Der Patient Saquib wünschte dann doch keine Operation mehr.

Hier kommen nun neue Patienten:

Sameer ist 15 Jahre alt und wurde uns wegen einer Tuberkulose der Halswirbelsäule mit einer Querschnittslähmung hereingetragen. Seine Arme sind vollständig gelähmt, die Beine kann er noch etwas bewegen. Bei diesem Patienten muss es bitte schnell gehen mit einer Operation, denn je früher er jetzt operiert wird, um so besser sind seine Chancen darauf, dass er wieder ans Laufen kommt. Das St. Thomas Home kennt solche Situationen gut und kann die nötigen Schritte sofort unternehmen.

Adity ist 16 Jahre alt und hat einen 9 x 6 cm großen tuberkulösen Lymphknoten am Hals. Dieser Lymphknoten würde sich unter einer alleinigen medikamentösen Behandlung wohl nicht ausreichend zurückbilden, oder wenn, dann nur sehr langsam, in einem Zeitraum von über einem Jahr der antibiotischen Behandlung vielleicht. Dieses Mädchen würde von einer Operation sehr profitieren.

Soni ist 17 Jahre alt und hat einen tuberkulösen Lymphknoten in der rechten Achselhöhle. Der Knoten ist schmerzhaft, und durch einen sogenannten Fistel-Gang zu Haut hin entleert sich ständig eitriges Sekret. Ich habe darauf verzichtet, ein Foto der Achselhöhle zu mitzuschicken. Soni hatte schon einmal in ihrem Leben Tuberkulose und hatte die damalige medikamentöse Behandlung nicht komplett durchgeführt. Soni würde von einer Operation profitieren. Wir brauchen auch etwas Gewebe, um Labor-Tests machen zu können. Diese Tests können uns helfen, herauszufinden, welche Antibiotika noch wirken werden.

Suraya ist 35 Jahre alt und hat einen rund 9 cm großen Lymphknoten in der rechten Leiste, sowie noch einige andere geschwollene Lymphknoten in anderen Körperregionen. Es ist selten, dass eine Tuberkulose Lymphknoten der Leisten- region befällt, aber etwa einmal im Jahr sehen wir auch so etwas. Bei dieser Patientin ist es zunächst einmal wichtig, herauszufinden, an welcher Krankheit sie leidet, denn diesbezüglich kommt in ihrem Alter, anders als bei den Kindern und Jugendlichen, die sonst wegen geschwollener Lymphknoten zu uns kommen, auch eine Lymphknoten-Krebserkrankung in Frage. Bei Suraya geht es zunächst nicht um die Entfernung des großen Lymphknotens in der rechten Leiste oder anderer geschwollener Lymphknoten, sondern darum, eine ausreichend große Gewebeprobe zu bekommen, um die Diagnose zu klären.

Liebes pro interplast Team, ganz herzlichen Dank einmal mehr für diese Operationen! Für die kleinen Lymphknoten-Operationen haben wir eine Ärztin gefunden, die deutlich weniger Geld verlangt als unsere bisherigen Chirurgen. Diese Ärztin kann nur kleine Operationen durchführen, aber wir brauchen manchmal auch nur eine kleine Gewebeprobe für unsere Untersuchungen, keine 5 oder 10 cm gewebe- umfassenden Operationen. Die Ärztin Dr. Sue John arbeitet in einem Lepra- Krankenhaus und ist nicht kommerziell orientiert. 
pro interplast hilft einmal mehr vielen Patienten, die in einer Art Sackgasse stehen, aus der sie ohne Hilfe nicht mehr herauskommen. Das gilt speziell für Sameer. Bei ihm könnte pro interplast einmal mehr den Unterschied bedeuten zwischen einem Leben im Rollstuhl und einem produktiven Leben in voller körperlicher Kraft. Es ist krass, was eine Spende für einen Menschen am anderen Ende der Welt bedeuten und bewirken kann! Vielen herzlichen Dank also einmal mehr an pro interplast für die tolle und treue Zusammenarbeit! Sie ist nicht selbstverständlich, denn es muss große Mühe machen, all die Summen als Spenden einzusammeln, die unsere Patienten hier brauchen.


Nun schließe mit herzlichem Gruß!
Tobias

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Einsatzbericht Lviv / Ukraine vom 19. – 26.04.26

Team:
Prof. Dr. med. Dr.h.c. Gerhard Ulrich Exner, Zürich
Priv. Doz. Dr. med. Dr.h.c. Klaus E. Exner, Frankfurt/M.


Der humanitäre Einsatz im April 2026 musste wieder in Zeiten des russischen Angriffskrieges stattfinden, der schon im 5. Jahr tobt und neben unzähligen Todesopfern auch Schwerstverletzte hinterlässt, die zunehmend die medizinischen Ressourcen überfordern.
Mein Bruder Gerhard Ulrich, Orthopäde in Zürich, ist seit 2003 jedes Jahr mehrfach zu humanitären Einsätzen nach Lemberg (Lviv) gereist. Über ihn entstand auch 2012 mein Kontakt zu Dr. Vasyl Savchin, der ein Brandverletztenzentrum aufgebaut hat und besonders Kinder mit schwersten Verbrennungen und anderen Verletzungen erfolgreich behandelt. Für mich war dies der 21. OP-Einsatz in der Ukraine.

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Einsatzbericht Madagaskar Februar 2026

Dieser Einsatz war bereits mein elfter medizinischer Hilfseinsatz mit pro interplast Seligenstadt in Madagaskar. Und doch fühlt sich jeder einzelne von ihnen anders an. Auch in diesem Jahr wurde uns erneut sehr deutlich vor Augen geführt, dass medizinische Hilfseinsätze in einem Land wie Madagaskar niemals reine Routine sind, sondern immer wieder von Unwägbarkeiten, Herausforderungen und überraschenden Wendungen geprägt werden.
Wie in den Jahren zuvor begannen wir auch dieses Mal frühzeitig mit der Planung. Bereits im Mai, rund neun Monate vor dem eigentlichen Einsatzbeginn, starteten die Vorbereitungen. Ein zentraler Punkt ist dabei stets die frühzeitige terminliche Abstimmung mit allen Teilnehmenden, denn nur so lässt sich sicherstellen, dass wir gemeinsam für etwa zwei Wochen vor Ort arbeiten können.

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Einsatzbericht Sierra Leone Februar 2026

Freetown, Sierra Leone | 10.02.2026 - 24.02.2026

Nach bestmöglicher Vorplanung durch eine Patientenauswahlliste starteten wir mit sechs Teilnehmern ab Frankfurt Main am 10.02.2026 zu dem 14-tägigen Einsatz. Zum vierten Male konnten wir an dem Coithram Memorial Hospital, welches von einer indischen Stiftung gestützt wird, plastische und handchirurgische Eingriffe durchführen. Das Hospital liegt am Berg in der Nähe des Regierungsviertels in der Hauptstadt Freetown (ca. 1,6 Mio Einwohner) des sehr armen Landes, das nur 8 Millionen Einwohner hat.

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Einsatzbericht Madagaskar Februar 2026

Ambovo, Madagaskar | 07.02.2026 – 14.02.2026


„Brauchst du Licht?“
„Nein — ich brauche Glück.“


Monica, unsere Kinderanästhesistin, hält den winzigen Fuß eines knapp zweijährigen Mädchens in der Hand. Sie wiegt nur 7 Kilogramm — etwa halb so viel wie in diesem Alter üblich. Ihre Venen sind zart und kaum sichtbar. Eine Venenverweilkanüle zu platzieren, ist hier keine Routine, sondern Präzisionsarbeit. Es gibt nur wenige Möglichkeiten. Alle Augen ruhen auf Monica. Ruhig, konzentriert, erfahren findet sie eine Vene. Das Propofol beginnt zu laufen. Das kleine Mädchen gleitet in einen sanften Schlaf.

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Einsatzbericht – Memorial Hospital Kampot, Kambodscha Dezember 2025

Nachdem wir bereits Ostern 2012 und 2024 für pro interplast Seligenstadt e. V. im fernen Kambodscha im OP-Einsatz waren, konnten wir jetzt wieder vielen Kindern mit plastisch-chirurgischen und orthopädischen Problemen helfen.

Wir hatten zum zweiten Mal eine Einladung in das Sonja-Kill-Memorial-Hospital nach Kampot im Süden des Landes erhalten. Das von einem Deutschen gestiftete Krankenhaus ist für die dortigen Verhältnisse sehr gut ausgestattet und wird von Dr. Cornelia Häner, einer Schweizer Chirurgin, geleitet. Durch die Kooperation mit dem Ospedale Bambino Gesù des Vatikans waren die Kinder aus den ärmsten Familien von Frau Dr. Valeria Spelta und ihrem Team bereits ausgewählt und vorbereitet worden.

Der bürokratische Aufwand für die Einreise war wieder sehr groß...

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Einsatzbericht – Bo, Sierra Leone 2025 19.10.2025 – 01.11.2025

Dank der erneuten großzügigen Unterstützung durch pro interplast konnten wir auch 2025 einen zweiwöchigen plastisch-chirurgischen Einsatz im Bo Government Hospital durchführen. Für diese verlässliche Hilfe, die unsere Arbeit Jahr für Jahr ermöglicht, sind wir sehr dankbar.

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Angola 2025 - Uíge von Katharina Zeman-Kuhnert

Auf dem letzten Abschnitt der Anreise von der Hauptstadt Luanda ins Landesinnere Angolas führt uns der Weg durch die überwältigende Natur der afrikanischen Feuchtsavanne.
Wir passieren kleine Dörfer aus Lehmhütten. Frauen tragen Wassereimer oder riesige Bananenstauden auf ihren Köpfen, Kinder unterbrechen ihr Spiel auf dem Lehmboden,
um neugierig einen Blick auf unsere mit medizinischem Material vollgepackten Geländewagen zu werfen.
Dabei bekommen wir bereits einen Eindruck davon, unter welchen einfachen Bedingungen unsere zukünftigen Patienten leben – ohne fließendes Wasser
und Strom –, die wir in den kommenden Tagen im Hospital Geral do Uíge an ihren Lippen-Kiefer-Gaumenspalten operieren werden.

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Bericht ALTERNATIVAS e.V. und C.E.T.A.

Anfang 2025 Jahr erhielt unser gemeinnütziger Verein ALTERNATIVAS e.V. eine weitere großzügige Spende (insgesamt 6.500 Euro) von pro interplast Seligenstadt e.V.. Mit dem Geld sollte die
Fortführung der beiden 2022 angeschobenen und seitdem erfolgreich weiter entwickelten Projekte – der “Comedor C.E.T.A.” (Projekt “Warme Mahlzeit”) sowie die “Planificación Familiar” (Projekt
“Aufklärung und Verhütung”) – auch in diesem Jahr gesichert werden.
Im Sommer dieses Jahres war unsere Vereinsvorsitzende Lisa Wolff in Cajamarca und konnte sich ein direktes Bild von der Arbeit vor Ort machen. Lesen Sie hier über Ihre Eindrücke.

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Bericht und Information über das Projekt in Uganda – Kiboga

Wir möchten Ihnen über die Entwicklung der Philadelphia Secondary School in Uganda,
Kiboga berichten. Die Zusammenarbeit mit Samuel Ssabagereka war großartig.

In den letzten Jahren ist dort eine Schule entstanden, die vor allem auch Waisen die Möglichkeit einer Schulbildung gibt.
Diese Schule ist seit Beginn gewachsen und hat sich großartig entwickelt. Leider benötigt diese Schule zur Zeit noch Unterstützung, bevor sie wirtschaftlich ganz eigenständig ist.
Die Gesundheitsstation – Sickbay wird weiterhin von pro interplast Seligenstadt unterstützt.

Alle weitere Unterstützung bitten wir über Truth & Transformation laufen zu lassen.
Wir bedanken uns von ganzem Herzen bei allen Spendern, die das Schulprojekt in Uganda – Kiboga unterstützt haben.

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