Pressebericht Ukrainefahrt 30.01. - 01.02.2026
Spender finanziert Generatoren
pro interplast bringt Lebensmittel und Infusionslösungen in Ukraine
Seligenstadt – Der Hilfsverein pro interplast aus Seligenstadt hat 100 Stromgeneratoren und 1,1 Tonnen Infusionslösungen in die Ukraine geliefert. Drei Transporter erreichten am 1. Februar die ukrainische Grenze, wo die Hilfsgüter bei minus 16 Grad umgeladen wurden, wie der Verein nun mitteilte. Ein anonymer Spender habe die Stromgeneratoren finanziert und seit Kriegsbeginn bereits mehr als 300 Generatoren für die Ukraine bereitgestellt.

Die Infusionslösungen stammen als Spende von der Firma Laborbedarf Klobasa GmbH & Co. KG und würden in zwei Krankenhäusern in der Region Nowowolynsk und Kiew dringend benötigt. Der Vorstand von pro interplast stellte zusätzlich die Finanzierung des Transportes sowie zehn Akkus und eine halbe Tonne Lebensmittel aus zweckgebundenen Spenden bereit. Die Über- gabe an der Grenze war nach Vereinsangaben von Freude und Dankbarkeit geprägt.
Einen besonderen emotionalen Moment erlebte das Hilfsteam, als sich Marius Fletschinger, leitender katholischer Priester der Stadtkirche Heidelberg, per Video aus seinem Skiurlaub in den Bergen zuschaltete. Er sprach den Ukrainern Mut, Zuversicht und Hoffnung zu und segnete online das gesamte Team. Viele Helfer hätten dabei Tränen der Rührung in den Augen gehabt, berichtet der Verein.
Bereits nach der Ankunft am Sonntag gingen 23 Generatoren nach Kiew zu Aufwärmstationen. Weitere Geräte wurden in die Regionen der Frontgebiete Kherson, Dnipro und Saporischschja transportiert. Ebenso wurden die Infusionslösungen verteilt. Teilweise hätten die ukrainischen Partner diese Verteilung unter lebensgefährlichen Bedingungen transportiert, da die drohnengeschützten Straßen schwer beschädigt seien.
Nach der Rückkehr am Sonntagnachmittag in Seligenstadt übergab Christian Kühner einen persönlichen Brief an den anonymen Spender der Generatoren. Dieser Brief sei ein Anliegen der Partner aus Lwiw gewesen. Darin drückten sie ihre Dankbarkeit für die Unterstützung und Großzügigkeit aus und würdigten das warme Herz des Spenders, der immer wieder in dieser Größenordnung hilft. Symbolisch wurde auch ein kleines Geschenk übergeben.
pro interplast bedankte sich bei allen Spendern, Fahrern und Helfern sowie einer Gärtnerei, die wieder ohne Zögern einen Transporter kostenlos zur Verfügung gestellt habe. Durch ein breites Netzwerk und Sondervereinbar- ungen mit Firmen seien die Transporte kostengünstig aufgestellt. Der Verein achte sehr auf die Kostensituation.
Die gelieferten hochwertigen Artikel seien zum größten Teil kostenlose Spen- den oder würden zu sehr günstigen Konditionen abgegeben, erklärt pro interplast. Diese Artikel seien in diesen Mengen oder in dieser Qualität nicht in der Ukraine zu erhalten. Zum Teil seien sie dort überhaupt nicht lieferbar. Bei kleinen Mengen könne es durchaus Sinn machen, Artikel soweit vorhanden in der Ukraine zu kaufen, so der Verein weiter.
